Gebetsplan in Teltow
| Datum | Fadschr | Shuruk | Dhuhur | Assr | Maghrib | Ischaa |
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| 11, Mo | ||||||
| 12, Di | ||||||
| 13, Mi | ||||||
| 14, Do | ||||||
| 15, Fr | ||||||
| 16, Sa | ||||||
| 17, So |
| Datum | Fadschr | Shuruk | Dhuhur | Assr | Maghrib | Ischaa |
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| 01, Fr | ||||||
| 02, Sa | ||||||
| 03, So | ||||||
| 04, Mo | ||||||
| 05, Di | ||||||
| 06, Mi | ||||||
| 07, Do | ||||||
| 08, Fr | ||||||
| 09, Sa | ||||||
| 10, So | ||||||
| 11, Mo | ||||||
| 12, Di | ||||||
| 13, Mi | ||||||
| 14, Do | ||||||
| 15, Fr | ||||||
| 16, Sa | ||||||
| 17, So | ||||||
| 18, Mo | ||||||
| 19, Di | ||||||
| 20, Mi | ||||||
| 21, Do | ||||||
| 22, Fr | ||||||
| 23, Sa | ||||||
| 24, So | ||||||
| 25, Mo | ||||||
| 26, Di | ||||||
| 27, Mi | ||||||
| 28, Do | ||||||
| 29, Fr | ||||||
| 30, Sa | ||||||
| 31, So |
Wie entstehen die Gebetszeiten für Teltow?
Die Grundlage jeder Gebetszeit ist die reale Position der Sonne am Himmel. Für Teltow werden dazu die lokalen Koordinaten von 52,4° nördlicher Breite und 13,27° östlicher Länge sowie die jeweilige Zeitzone (MEZ bzw. MESZ) verwendet. Aus dem täglichen Sonnenlauf ergeben sich fünf klar definierte Zeitfenster:
- Fadschr beginnt, wenn am Osthorizont die astronomische Morgendämmerung einsetzt – das ist der Moment, in dem das erste schwache Licht den Himmel erhellt.
- Sonnenaufgang (Schuruk) markiert das Ende der Fadschr-Zeit; erst wenn die Sonnenscheibe vollständig erschienen ist, wird das Gebet ungültig.
- Zuhr beginnt, sobald die Sonne den Höchststand überschritten hat (lokaler Sonnenmittag).
- Asr richtet sich nach der Schattenlänge eines Objekts, was von der Rechtsschule abhängt (siehe eigener Abschnitt).
- Maghrib setzt mit dem Augenblick des Sonnenuntergangs ein; unmittelbar danach schließt sich das Ischa-Zeitfenster an, das bis zum Verschwinden der Abenddämmerung dauert.
Durch die hohe nördliche Breite von über 52° ändern sich die Tageslängen in Brandenburg stark: Im Sommer dauert der Zeitraum zwischen Maghrib und Fadschr nur wenige Stunden, während im Winter die Spanne zwischen Zuhr und Asr sehr kurz ist. Das wirkt sich besonders auf Fadschr und Ischa aus, weil bei langen Sommertagen die Dämmerung spät endet und früh beginnt. Spezielle Hochbreiten-Korrekturen sorgen dafür, dass die berechneten Werte trotzdem praktikabel bleiben.
Tipps zum Zeitmanagement im deutschen Arbeits- und Studienalltag
Viele Muslime in Deutschland stehen vor der Herausforderung, ihre Gebete mit Beruf, Schule oder Universität zu vereinbaren – vor allem im Winter, wenn die Zeitfenster eng sind.
- Feste Gebetsorte einplanen: Ein ruhiger Büroraum, ein Seminarraum in der Uni oder sogar das eigene Auto kann als kurzfristiger Gebetsplatz dienen. Wichtig ist, vorher die Richtung der Qibla zu kennen.
- Pausen optimal nutzen: In den meisten Arbeitsverträgen sind kurze Pausen vorgesehen, die sich für Zuhr oder Asr nutzen lassen. Wer Gleitzeit hat, kann den Arbeitstag so beginnen, dass Fadschr in Ruhe verrichtet und Maghrib rechtzeitig erreicht wird.
- Reminder setzen: Verlässliche Erinnerungen – etwa durch stumme Vibration auf der Smartwatch – helfen, das Gebet nicht unbemerkt zu verpassen, wenn Termine überziehen.
- Vorbereitung erleichtern: Im Winter empfiehlt es sich, bereits vor Arbeitsbeginn die Gebetskleidung griffbereit zu legen und nötige Waschungen nach Möglichkeit in einer nahen Sanitäranlage durchzuführen.
- Gespräche mit Vorgesetzten suchen: Ein kurzer Hinweis, dass ein zwei-minütiges rituelles Gebet keine Produktivitätsbremse ist, schafft oft mehr Verständnis, als man erwartet.
Asr nach Shafi’i und Hanafi – was bedeutet das konkret?
Die vier sunnitischen Rechtsschulen sind sich einig, dass Asr mit einer bestimmten Schattenlänge beginnt, unterscheiden sich aber im Detail:
- Shafi’i, Maliki und Hanbali: Asr-Zeit startet, wenn der Schatten eines Objekts genau so lang ist wie das Objekt selbst (ohne den Mittags-Grundschatten). Dieses Standard-Kriterium führt in der Regel zu einer früheren Asr-Zeit.
- Hanafi: Hier beginnt Asr erst, wenn der Schatten die doppelte Länge des Objekts erreicht. Das daraus resultierende spätere Zeitfenster ist für viele Gemeinden türkischer oder südasiatischer Prägung maßgeblich.
Auf unserer Seite werden beide Asr-Optionen rechnerisch dargestellt. Welche Zeit man persönlich wählt, richtet sich nach der eigenen Rechtsschule oder der lokalen Moschee. Wichtig ist nur, nicht beide Ansätze zu mischen.
Beliebte Rechenmethoden in Deutschland: MWL, Diyanet und IGMG
In Deutschland kursieren mehrere Ursprungstabellen, die sich vor allem in den zugrunde liegenden Winkeln für Fadschr und Ischa unterscheiden:
- MWL (Muslim World League): Verwendet 18° für Fadschr und 17° für Ischa. Dieser internationale Standard deckt die meisten Breitengrade verlässlich ab.
- Diyanet (Türkische Religionsbehörde): Greift in Europa oft auf 18°/17° zurück, nutzt jedoch eigene Hochbreiten-Algorithmen und berücksichtigt vereinzelt die hanafitische Asr-Definition standardmäßig.
- IGMG (Islamische Gemeinschaft Millî Görüş): Nutzt dieselben Winkel wie Diyanet, variiert aber bei der Hochbreiten-Anpassung. Dadurch können Fadschr und Ischa einige Minuten früher oder später ausfallen.
Alle drei Methoden sind theologisch akzeptiert. Abweichungen um wenige Minuten resultieren aus unterschiedlichen mathematischen Annahmen, nicht aus Fehlern. Wer seine Gebete möglichst früh beten möchte, orientiert sich an der ersten Methode mit höherem Ischa-Winkel; wer lieber mehr Sicherheit hat, wartet bis zur spätesten übereinstimmenden Zeit.
Fadschr endet mit dem ersten Sonnenstrahl, also exakt beim Sonnenaufgang (Schuruk). Danach darf das Gebet nicht mehr verrichtet werden, bis die Sonne etwa 15 Minuten gestiegen ist.
Die meisten Portale nutzen unterschiedliche Rechenmethoden (z. B. MWL, Diyanet, IGMG) oder setzen andere Parameter für Fadschr- und Ischa-Winkel ein. Kleine Differenzen entstehen zudem durch Rundungen, Höhenkorrekturen oder den verwendeten Breitengrad der Stadtmitte.
Shafi-i (sowie Maliki und Hanbali) beginnen Asr, wenn der Schatten eines Objekts seine eigene Länge erreicht. Hanafi setzt den Beginn erst bei doppelter Länge an. Dadurch verschiebt sich der Start des Asr-Fensters um 20–40 Minuten – je nach Jahreszeit.
Bei langen Sommertagen erreicht die Sonne ihre Standardwinkel für Ischa oft sehr spät. Die gängigen Methoden verwenden daher Hochbreiten-Modelle: entweder die Mittel-der-Nacht-Regel oder ein Siebtel der Nacht. So wird verhindert, dass Ischa in Teltow erst nach Mitternacht möglich ist.