Gebetsplan in Schwalmstadt
| Datum | Fadschr | Shuruk | Dhuhur | Assr | Maghrib | Ischaa |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 27, Mo | ||||||
| 28, Di | ||||||
| 29, Mi | ||||||
| 30, Do | ||||||
| 01, Fr | ||||||
| 02, Sa | ||||||
| 03, So |
| Datum | Fadschr | Shuruk | Dhuhur | Assr | Maghrib | Ischaa |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01, Fr | ||||||
| 02, Sa | ||||||
| 03, So | ||||||
| 04, Mo | ||||||
| 05, Di | ||||||
| 06, Mi | ||||||
| 07, Do | ||||||
| 08, Fr | ||||||
| 09, Sa | ||||||
| 10, So | ||||||
| 11, Mo | ||||||
| 12, Di | ||||||
| 13, Mi | ||||||
| 14, Do | ||||||
| 15, Fr | ||||||
| 16, Sa | ||||||
| 17, So | ||||||
| 18, Mo | ||||||
| 19, Di | ||||||
| 20, Mi | ||||||
| 21, Do | ||||||
| 22, Fr | ||||||
| 23, Sa | ||||||
| 24, So | ||||||
| 25, Mo | ||||||
| 26, Di | ||||||
| 27, Mi | ||||||
| 28, Do | ||||||
| 29, Fr | ||||||
| 30, Sa | ||||||
| 31, So |
Fadschr: vom ersten Lichtstreifen bis zum Sonnenaufgang
Die Zeit für das Fadschr-Gebet beginnt, sobald die Sonne 18 ° bis 15 ° unter dem Horizont steht und sich am östlichen Himmel die astronomische Morgendämmerung zeigt. In diesem Moment wird der zunächst senkrechte Lichtstreifen (fadschaq) mit bloßem Auge sichtbar. Er markiert das Ende der Nacht nach islamischem Verständnis. Ab hier läuft die eigentliche Fadschr-Zeit. Sie endet erst mit dem Sonnenaufgang (Schuruk), also wenn der obere Sonnenrand den Horizont durchbricht. Die Tabelle für Schwalmstadt nutzt den international verbreiteten MWL-Winkel von 18 ° für Fadschr. Wird ein geringerer Winkel (z. B. 15 ° bei der ISNA-Methode) verwendet, verschiebt sich der Beginn des Gebets einige Minuten nach hinten. Genau darin liegt der Hauptgrund, warum man auf unterschiedlichen Webseiten manchmal leicht abweichende Fadschr-Werte findet.
Die restlichen Gebetszeiten leiten sich ebenfalls aus dem Sonnenstand ab. Der lokale Sonnenhöchststand definiert Zuhr, die Länge der Objektschatten danach bestimmt Asr. In den vier sunnitischen Rechtsschulen gibt es zwei gebräuchliche Varianten: Standard (Maliki, Schafi‘i, Hanbali) mit einer Schattenlänge von 1 × Objekthöhe und Hanafi mit 2 × Objekthöhe. Dadurch kann Asr in der hanafitischen Berechnung in Schwalmstadt rund 40-60 Minuten später liegen. Maghrib beginnt unmittelbar nach Sonnenuntergang, Ischa mit der vollständigen Dunkelheit, wenn der rote Abendschein verschwunden ist und die Sonne rund 17–18 ° unter dem Horizont steht.
Sommernächte auf 50,9° nördlicher Breite: Auswirkungen auf Ischa und Fadschr
Schwalmstadt liegt auf 50,93° nördlicher Breite. Je weiter ein Ort vom Äquator entfernt ist, desto stärker schwankt die Tageslänge zwischen Sommer und Winter. Im Juni sinkt die Sonne hier nur kurz unter den Horizont; die nautischen und astronomischen Dämmerungsphasen gehen fast ineinander über. Dadurch rückt Fadschr sehr früh an den Rand der Nacht – manchmal vor 03:00 Uhr – während Ischa erst spät, oft nach 23:00 Uhr, eintritt. Die Nacht verkürzt sich also spürbar.
In extremen Breitengraden oberhalb von ca. 48 ° kommt es an manchen Tagen vor, dass die rote oder weiße Dämmerung gar nicht vollständig verschwindet. In Schwalmstadt ist das zwar selten, dennoch kann der Kontrast gering sein. Für solche Fälle gestattet die klassische Rechtslehre Hilfsmethoden wie Angle-Based oder Night Middle, bei denen man den halben Winkel oder die nächtliche Mittelzeit ansetzt. Das hier angezeigte Gebetszeiten-Modell kennt diese Korrekturalgorithmen, so dass auch in sehr hellen Nächten zuverlässige Werte ausgegeben werden.
Längengrad und lokale Unterschiede beim Sonnenuntergang
Schwalmstadt liegt auf 9,22° östlicher Länge und damit rund 1° westlich von Kassel, aber 3° östlich von Marburg. Da die Erde sich in 24 Stunden einmal dreht, entspricht ein Längengrad einer Zeitdifferenz von vier Minuten. Schon wenige Kilometer Ost- oder Westverschiebung bewirken deshalb spürbare Verschiebungen des Sonnenuntergangs und mithin des Maghrib- und Ischa-Zeitpunkts. Innerhalb eines Bundeslands können so Differenzen von bis zu zehn Minuten entstehen.
Der Rechenweg lautet vereinfacht: Lokaler Mittag = 12:00 Uhr + Zeitzone − (Längengrad ÷ 15) − Gleichung der Zeit. Von diesem Nullpunkt aus wird der Sonnenstand für alle anderen Gebete ermittelt. Deshalb sollte man stets einen Kalender verwenden, der die genauen Koordinaten des Aufenthaltsorts berücksichtigt – und nicht pauschal die Werte einer nahen Großstadt.
Bleibt in sehr hellen Nächten ein Dämmerungsrest bestehen, gilt nach den meisten Gelehrten der mittlere Teil der Nacht (Hälfte zwischen Sonnenuntergang und Fadschr) als Ischa-Zeit. Moderne Berechnungsprogramme schalten bei Bedarf automatisch auf diese High-Latitude-Regel um, sodass das Gebet nicht ausfällt.
Die Unterschiede beruhen fast immer auf drei Faktoren: erstens der Wahl des Dämmerungswinkels (z. B. 18° vs. 15°), zweitens dem Asr-Kriterium (Standard oder Hanafi) und drittens den exakten Koordinaten, die für den Ort hinterlegt sind. Schon kleine Abweichungen beim Breitengrad oder der Berechnungsmethode ergeben einige Minuten Differenz.
Am häufigsten wird die Methode des Muslim World League (MWL) verwendet: 18° für Fadschr und 17° für Ischa. Viele Moscheeverbände und Apps greifen auf diese Parameter zurück, weil sie für mitteleuropäische Breitengrade praxistaugliche Zeiten liefern.
Die Fadschr-Zeit endet mit dem Sonnenaufgang (Schuruk). Sobald der obere Sonnenrand sichtbar wird, beginnt eine kurze Sperrzeit, in der kein Pflichtgebet verrichtet wird. Danach, mit vollständig aufgegangener Sonne, startet die Zeit für das Zuhr-Gebet erst wieder, wenn die Sonne den Höchststand überschritten hat.