Gebetsplan in Rinteln
| Datum | Fadschr | Shuruk | Dhuhur | Assr | Maghrib | Ischaa |
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| 17, Mo | ||||||
| 18, Di | ||||||
| 19, Mi | ||||||
| 20, Do | ||||||
| 21, Fr | ||||||
| 22, Sa | ||||||
| 23, So |
| Datum | Fadschr | Shuruk | Dhuhur | Assr | Maghrib | Ischaa |
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| 01, Sa | ||||||
| 02, So | ||||||
| 03, Mo | ||||||
| 04, Di | ||||||
| 05, Mi | ||||||
| 06, Do | ||||||
| 07, Fr | ||||||
| 08, Sa | ||||||
| 09, So | ||||||
| 10, Mo | ||||||
| 11, Di | ||||||
| 12, Mi | ||||||
| 13, Do | ||||||
| 14, Fr | ||||||
| 15, Sa | ||||||
| 16, So | ||||||
| 17, Mo | ||||||
| 18, Di | ||||||
| 19, Mi | ||||||
| 20, Do | ||||||
| 21, Fr | ||||||
| 22, Sa | ||||||
| 23, So | ||||||
| 24, Mo | ||||||
| 25, Di | ||||||
| 26, Mi | ||||||
| 27, Do | ||||||
| 28, Fr | ||||||
| 29, Sa | ||||||
| 30, So | ||||||
| 31, Mo |
Die Gebetszeiten für Rinteln werden anhand astronomischer Berechnungen erstellt. Sie basieren auf dem jeweiligen Sonnenstand für den 52. Breitengrad, dem Datum und der mitteleuropäischen Zeitzone. Die folgenden Abschnitte geben Hintergrundwissen, warum die Zeiten im Sommer und Winter so unterschiedlich aussehen, weshalb verschiedene Rechenmethoden existieren und wieso Maghrib und Ischa je nach Jahreszeit näher zusammenrücken.
1. Wie die Breite von 52° N die Sommernächte und das Ischa-Gebet beeinflusst
Rinteln liegt deutlich nördlich des 48. Breitengrades. In den Wochen rund um die Sommersonnenwende verschwindet die Sonne zwar unter den Horizont, doch die bürgerliche und nautische Dämmerung dauern ungewöhnlich lange an. Dadurch entsteht folgende Situation:
- Der Beginn von Fadschr rückt sehr weit in die frühe Morgenstunde, teilweise vor 03:00 Uhr.
- Ischa verschiebt sich in die späten Nachtstunden, manchmal erst nach 23:00 Uhr.
- Zwischen Maghrib und Ischa bleibt der Himmel noch lange aufgehellt, sodass die üblichen Winkel für Ischa (12–18° Sonnendepression) erst spät erreicht werden.
Für extrem hohe Breiten greift man auf sogenannte High-Latitude-Adjustments zurück (NightMiddle, One-Seventh oder AngleBased). In Rinteln sind sie nur selten nötig, helfen aber an Tagen, an denen der berechnete Ischa-Winkel gar nicht mehr erreicht wird oder erst weit nach Mitternacht. Manche Gemeindehauptbücher legen dann einen festen Zeitabstand (z. B. 90 Minuten) nach Maghrib fest.
2. MWL, Diyanet und IGMG – warum mehrere Rechenmethoden in Deutschland üblich sind
Hinter jeder Gebetszeittabelle steht ein Satz von Parametern, vor allem die Winkel für Fadschr und Ischa sowie die Behandlung hoher Breiten. Die drei in Deutschland am häufigsten verwendeten Methoden unterscheiden sich vor allem in diesen Punkten:
- MWL (Muslim World League): 18° für Fadschr, 17° für Ischa, mit mehreren Optionen für hohe Breiten. Viele internationale Apps nutzen MWL als Standard.
- Diyanet (Türkei): 18° für Fadschr, 17° für Ischa, jedoch mit eigener Refraktionskorrektur und einer festen Längendifferenzanpassung, die den türkischen Behördenkalender widerspiegelt.
- IGMG: 12° für Fadschr, 12° für Ischa. Dieser geringere Winkel führt im Sommer zu früherem Ischa und im Winter zu leicht späterem Fadschr, orientiert an den Empfehlungen mancher europäischer Fatwa-Räte.
Keine dieser Methoden ist „richtiger“ oder „falscher“. Sie spiegeln unterschiedliche wissenschaftliche und fiqh-basierte Entscheidungen wider. Wichtig ist, innerhalb einer Region konsequent dieselbe Methode zu verwenden, damit das Gemeindeleben synchron bleibt.
3. Warum sich das Zeitfenster zwischen Maghrib und Ischa im Winter verkürzt
In den Wintermonaten steht die Sonne in Rinteln sehr flach über dem Horizont. Sie geht früh unter, während die Dämmerungswinkel schneller erreicht werden. Das hat zwei praktische Folgen:
- Maghrib kann schon kurz nach 16:00 Uhr eintreten.
- Der Winkel von 17 ° (MWL/Diyanet) bzw. 12 ° (IGMG) wird rasch erreicht, sodass Ischa meist innerhalb von 60–75 Minuten nach Maghrib beginnt.
Wer im Winter beruflich oder auf der Straße unterwegs ist, sollte diese enge Zeitspanne bedenken. Das folgende Schema erleichtert die Orientierung:
- Maghrib: direkt nach Sonnenuntergang
- Ischa: sobald die nautische Dämmerung endet – im Winter oft früher, im Sommer deutlich später
Bei allen Jahreszeiten bleibt der Beginn von Ischa das Ende von Maghrib. Wird nach dem Hanafi-Madhhab gebetet, verschiebt sich nur der Asr-Zeitpunkt, nicht aber die Verbindung zwischen Maghrib und Ischa.
Die Zeit für Fadschr endet mit dem ersten Sonnenstrahl am Horizont, also unmittelbar vor Sonnenaufgang. Danach beginnt das Zeitfenster für das Zuhr-Gebet erst wieder nach dem Sonnenhöchststand.
In vielen Gemeinden wird der Kalender der Diyanet verwendet. Daneben gewinnen MWL-basierte Tabellen und die IGMG-Methode an Bedeutung, vor allem in Apps und Moscheen mit internationalem Hintergrund.
Im Hanafi-Madhhab beginnt Asr, wenn die Nachmittagsschattenlänge eines Objekts das Doppelte seiner eigenen Höhe erreicht. Im Schafiʿi-, Maliki- und Hanbali-Madhhab genügt die einfache Schattenlänge. Daher liegt Asr nach hanafitischer Berechnung etwa 20–40 Minuten später.
Wenn der erforderliche Sonnenwinkel wegen der langen Dämmerung sehr spät erreicht wird, nutzen einige Kalender die High-Latitude-Regel «NightMiddle» oder einen festen Abstand, z. B. 90 Minuten nach Maghrib. So bleibt Ischa betbar, ohne bis nach Mitternacht zu warten.
Apps können unterschiedliche Rechenmethoden, Winkelwerte oder Rundungsregeln verwenden. Zusätzlich spielt die Genauigkeit der hinterlegten Koordinaten und der gewählte Höhenwert über dem Meeresspiegel eine Rolle. Schon kleine Parameterabweichungen führen zu 1–3 Minuten Differenz.
Innerhalb eines Radius von etwa 20–30 Kilometern bleiben die Zeiten nahezu identisch. Erst bei größerer Entfernung oder deutlich anderer Höhenlage empfiehlt es sich, den Kalender für den neuen Ort zu prüfen.