Gebetsplan
Fadschr Morgengebet
Shuruq Sonnenaufgang
Dhuhur Mittagsgebet

Gebetszeiten in Pfullingen für 18. April 2026

Assr Nachmittagsgebet
Restzeit bis zum Maghrib-Gebet 01:15
Restzeit bis zum Maghrib-Gebet 01:15
Maghrib Abendgebet
Ischaa Nachtgebet

Gebetsplan in Pfullingen

Datum Fadschr Shuruk Dhuhur Assr Maghrib Ischaa
13, Mo
14, Di
15, Mi
16, Do
17, Fr
18, Sa
19, So
Datum Fadschr Shuruk Dhuhur Assr Maghrib Ischaa
01, Mi
02, Do
03, Fr
04, Sa
05, So
06, Mo
07, Di
08, Mi
09, Do
10, Fr
11, Sa
12, So
13, Mo
14, Di
15, Mi
16, Do
17, Fr
18, Sa
19, So
20, Mo
21, Di
22, Mi
23, Do
24, Fr
25, Sa
26, So
27, Mo
28, Di
29, Mi
30, Do

Kurze Winternächte: Warum Maghrib und Ischa in Pfullingen im Dezember so nah beieinanderliegen

Pfullingen liegt auf 48,45° nördlicher Breite. In dieser Zone kippt die Tageslänge im Jahresverlauf deutlich: Mitte Juni dauert der helle Teil des Tages fast 16 Stunden, Mitte Dezember bleiben davon kaum 8 Stunden übrig. Mit dem frühen Sonnenuntergang rückt das Maghrib-Gebet automatisch nach vorn. Gleichzeitig sinkt die Sonne nach Maghrib nur wenige Grad weiter unter den Horizont, bis der für Ischa notwendige Schwellenwinkel erreicht ist. Daher entstehen im Winter besonders kurze Abstände – oft weniger als 70 Minuten – zwischen Maghrib und Ischa. Wer den Tag strukturiert, sollte diese enge Zeitspanne beachten, weil zwischen den beiden Gebeten wenig Raum für längere Tätigkeiten bleibt.

Im Sommer zeigt sich der umgekehrte Effekt: Die Sonne bleibt lange über dem Horizont, und selbst nach Maghrib dauert es deutlich länger, bis die astronomische Dämmerung endet. Dann kann zwischen Maghrib und Ischa mehr als zweieinhalb Stunden liegen. Durch die hohe Breite treten zudem in sehr hellen Nächten – insbesondere Ende Juni – Phasen auf, in denen das Dämmerungslicht kaum vollständig verschwindet. Die gängigen Methoden (z. B. MWL oder Diyanet) verwenden deshalb spezielle Hochbreiten-Korrekturen, damit Fadschr und Ischa dennoch zuverlässig bestimmt werden.

Welche Rolle spielt die geographische Länge Pfullingens für den Zeitpunkt des Sonnenuntergangs?

Neben der Breite beeinflusst auch die Länge (9,23° Ost) den Zeitpunkt des Lokalen Mittags und damit alle folgenden Gebetszeiten. Jeder Längengrad entspricht vier Minuten Zeitverschiebung gegenüber dem Nullmeridian in Greenwich. Pfullingen liegt etwas östlich von Stuttgart und westlich von Ulm. Deshalb geht die Sonne hier wenige Minuten früher unter als in Ulm, aber etwas später als in westlicher gelegenen Orten wie Tübingen. Diese Verschiebungen scheinen gering, doch bei präzisen Gebetszeiten addieren sich drei bis acht Minuten Differenz zwischen Nachbarstädten leicht auf.

Beim Vergleich mit anderen Quellen sollte man daher immer den konkreten Standort im Auge behalten. Wer beispielsweise in den südlichen Teil des Landkreises Reutlingen pendelt, erlebt schon merkliche Unterschiede: ein paar Kilometer weiter südlich reichen, um den Sonnenuntergang sichtbar vorzuverlegen. Für die Berechnung wird die genaue Länge direkt in die Gleichung für den wahren Mittag (Zuhr) und alle abhängigen Zeiten eingesetzt. So entsteht ein individuelles Gebetskalendarium für Pfullingen, das sich auf reale Sonnenpositionen und nicht auf Näherungswerte stützt.

MWL, Diyanet oder IGMG? Ein Vergleich der gängigen Berechnungsmethoden in Deutschland

In Deutschland sind vor allem drei Rechenansätze verbreitet:

  • MWL – Muslim World League: nutzt –18° für Fadschr und –17° für Ischa. Die Methode ist international populär und bietet konsistente Ergebnisse für mittlere Breiten.
  • Diyanet (Türkei): legt –18° für Fadschr und –17° für Ischa zugrunde, ergänzt jedoch feste Minuten-Offsets, wenn bei sehr hohen Breiten der nötige Winkel nicht erreichbar ist. Dadurch bleiben die Zeiten auch in nördlichen Gegenden praktikabel.
  • IGMG: orientiert sich an Diyanet, justiert die Winkel aber geringfügig und nutzt ein eigenes Hochbreiten-Modell. Viele Gemeinden türkischer Herkunft in Deutschland bevorzugen diesen Ansatz.

Warum mehrere Verfahren? Die klassischen Quellen definieren Fadschr als Beginn der Morgendämmerung (weißer Streifen am Osthorizont) und Ischa als Ende der nautischen oder astronomischen Dämmerung. Welcher Sonnenwinkel das in Zahlen ausdrückt, lässt Raum für Interpretation. Darum setzen die Institute leicht unterschiedliche Grenzwerte. Diese Abweichungen führen in Pfullingen typischerweise zu Differenzen von zwei bis maximal zwölf Minuten zwischen den Methoden. Welcher Kalender verwendet wird, entscheidet oft die lokale Moschee oder der einzelne Betende – wichtig ist nur, konsequent bei einer Linie zu bleiben, um Gebete nicht zu verpassen.

FAQs
Warum weichen die Gebetszeiten auf verschiedenen Websites ab?

Die meisten Seiten verwenden unterschiedliche Rechenparameter oder Quellen. Schon ein anderes Fadschr- bzw. Ischa-Winkelpaar, eine alternative Hochbreiten-Korrektur oder leicht abweichende Koordinaten genügen, um mehrere Minuten Unterschied zu erzeugen. Inhalte sind daher nicht falsch, sondern basieren einfach auf verschiedenen anerkannten Methoden.

Kann ich mich auf die Minute genau auf diese Zeiten verlassen?

Die veröffentlichten Zeiten stammen aus astronomischen Formeln und sind sehr präzise. Trotzdem empfiehlt die Mehrheit der Gelehrten, bei Fadschr und Maghrib ein bis zwei Minuten Sicherheit einzuplanen, um atmosphärische Einflüsse und Rundungsdifferenzen auszugleichen.

Wann genau endet die Zeit für das Fajr-Gebet?

Die Zeit für Fadschr reicht vom Beginn der Morgendämmerung bis unmittelbar vor Sonnenaufgang (Sonnenaufgang = Schuruk). Sobald die obere Kante der Sonne sichtbar wird, endet Fadschr und das Gebet gilt als nachzuholen (Qada).

Was bedeutet der Hanafi- und Shafi-i-Unterschied beim Asr-Gebet?

Im hanafitischen Madhhab wird Asr gebetet, wenn die Nachmittags-Schattenlänge das Doppelte des Objekts erreicht. Bei Schafiʿi, Malikiten und Hanbaliten genügt bereits das Einfache der Schattenlänge. Deshalb erscheint in vielen Tabellen eine spätere «Hanafi-Zeit» und eine frühere «Standard-Zeit» für Asr.

Ändern sich die Zeiten im Sommer durch die Sommerzeit?

Ja. Die Berechnung nutzt die jeweils gültige Zonenzeit. Wenn Deutschland Ende März auf Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) umstellt, verschieben sich alle Gebetszeiten rechnerisch um eine Stunde nach vorn.

Braucht man für Norddeutschland andere Parameter als für Pfullingen?

Ab etwa 50° Breite werden die Nächte im Juni so hell, dass die Dämmerung nicht vollständig verschwindet. Dann greifen Hochbreiten-Regeln wie Angle Based oder One Seventh. Für Pfullingen sind sie selten nötig, für Hamburg oder Flensburg allerdings schon.

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