Gebetsplan in Oschersleben
| Datum | Fadschr | Shuruk | Dhuhur | Assr | Maghrib | Ischaa |
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| 11, Mo | ||||||
| 12, Di | ||||||
| 13, Mi | ||||||
| 14, Do | ||||||
| 15, Fr | ||||||
| 16, Sa | ||||||
| 17, So |
| Datum | Fadschr | Shuruk | Dhuhur | Assr | Maghrib | Ischaa |
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| 01, Fr | ||||||
| 02, Sa | ||||||
| 03, So | ||||||
| 04, Mo | ||||||
| 05, Di | ||||||
| 06, Mi | ||||||
| 07, Do | ||||||
| 08, Fr | ||||||
| 09, Sa | ||||||
| 10, So | ||||||
| 11, Mo | ||||||
| 12, Di | ||||||
| 13, Mi | ||||||
| 14, Do | ||||||
| 15, Fr | ||||||
| 16, Sa | ||||||
| 17, So | ||||||
| 18, Mo | ||||||
| 19, Di | ||||||
| 20, Mi | ||||||
| 21, Do | ||||||
| 22, Fr | ||||||
| 23, Sa | ||||||
| 24, So | ||||||
| 25, Mo | ||||||
| 26, Di | ||||||
| 27, Mi | ||||||
| 28, Do | ||||||
| 29, Fr | ||||||
| 30, Sa | ||||||
| 31, So |
Astronomische Grundlagen: Wie entsteht die Zeit für Fadschr in Oschersleben?
Das Morgengebet beginnt nicht einfach „wenn es draußen dämmert“, sondern sobald die astronomische Morgendämmerung einsetzt. In den Berechnungsformeln entspricht das dem Moment, in dem sich die Sonne etwa 12–18 Grad unter dem Horizont befindet. Welcher genaue Winkel verwendet wird, hängt vom anerkannten Rechenstandard ab (z. B. MWL 18° oder Umm al-Qura 15°). Für Oschersleben werden die geografischen Koordinaten 52,03° N und 11,25° E, das aktuelle Datum und die lokale Zeitzone (MEZ bzw. MESZ) in die Gleichung eingebunden. Daraus ergibt sich ein reproduzierbarer Wert, der täglich neu berechnet wird.
Die relativ hohe nördliche Breite von 52° wirkt sich stark auf die Länge der Dämmerung aus: Im Juni sind die Nächte kurz, die Sonne geht flacher unter und der Winkel von 18° wird früher erreicht; Fadschr rückt also in den sehr frühen Morgen. Im Dezember verlängern sich Nacht und Dämmerung deutlich, sodass Fadschr später stattfindet. Weil der Sonnenstand nicht sprungartig, sondern kontinuierlich wechselt, verschiebt sich die Gebetszeit jeden Tag um einige Minuten.
Asr nach verschiedenen Rechtsschulen: Standard- und hanafitische Berechnung
Für das Nachmittagsgebet gibt es zwei anerkannte Definitionen:
- Standard (Schafiiten, Malikiten, Hanbaliten): Asr beginnt, wenn der Schatten eines Objekts die eigene Länge plus seine Mittagslänge erreicht.
- Hanafitisch: Asr beginnt, wenn der Schatten die doppelte Länge des Objekts plus die Mittagslänge erreicht.
Je höher die Sonne über dem Horizont steht, desto kürzer ist der Schatten. In Oschersleben steigt sie im Sommer relativ hoch (mehr als 60 Grad), sodass der Unterschied zwischen den beiden Methoden zum Teil über eine Stunde betragen kann. Im Winter, wenn die Mittagshöhe niedrig ist, verkürzt sich dieser Abstand deutlich. Viele Gebetszeit-Tabellen bieten deshalb beide Werte an; wer der hanafitischen Rechtsschule folgt, wartet länger, während die anderen Rechtsschulen den früheren Zeitpunkt nutzen. Beide Vorgehensweisen sind theologisch legitim, da sie auf authentischen Hadithen über die Beobachtung der Schatten basieren.
Schuruk verstehen: warum das Fadschr-Gebet davor enden muss
Schuruk bezeichnet den lokalen Sonnenaufgang – den Moment, in dem die obere Kante der Sonnenscheibe den Horizont berührt. Mit Schuruk endet die Zeit für Fadschr. Schon wenige Minuten danach beginnt laut Fiqh eine verbotene Zeit (Makruh), in der kein freiwilliges oder obligatorisches Gebet verrichtet wird, bis die Sonne deutlich gestiegen ist (ca. 15–20 Minuten). Daher empfiehlt es sich, Fadschr rechtzeitig vor Schuruk zu beten und einen kleinen Puffer einzuplanen.
Maghrib wiederum beginnt unmittelbar mit Sonnenuntergang – also genau dem Gegenstück zu Schuruk. Da der Übergang augenblicklich erfolgt, wird für die Berechnung eine atmosphärische Korrektur von 0,833° verwendet, um die Lichtbrechung einzubeziehen. Dasselbe gilt für Sonnenaufgang. So entstehen einheitliche, weltweit nachvollziehbare Zeiten, obwohl die Sonne im Gelände nicht immer exakt gleich wahrgenommen wird.
Meist werden unterschiedliche Rechenstandards oder Parameter genutzt – z. B. 18° statt 15° für Fadschr und Ischa oder die hanafitische statt der Standard-Methode für Asr. Auch eine leicht abweichende Koordinatenangabe des Ortes kann das Ergebnis um eine Minute verschieben.
Die Gebetszeiten richten sich nach dem Sonnenstand. Da sich die Bahn der Sonne im Jahresverlauf permanent ändert und die Erde sich täglich um fast ein Grad weiterdreht, verschieben sich die Zeiten jeden Tag geringfügig.
Die Berechnung ist präzise, dennoch können lokale Faktoren wie Hügel, hohe Gebäude oder atmosphärische Bedingungen das sichtbare Ereignis um wenige Minuten beeinflussen. Plane daher einen kleinen Sicherheitspuffer ein, besonders bei Fadschr und Maghrib.
Die Zeit endet mit Schuruk, also dem lokalen Sonnenaufgang. Nach islamischem Recht soll Fadschr vor diesem Moment vollständig abgeschlossen sein.
Der Unterschied entsteht aus den beiden zulässigen Berechnungsweisen: Standard (Schatten = 1× Objektlänge) und Hanafi (2× Objektlänge). Je höher die Sonne mittags steht, desto größer wird die Zeitdifferenz.
Ja. Je weiter ein Ort vom Äquator entfernt ist, desto länger dauern Dämmerungsphasen im Sommer und desto kürzer sind sie im Winter. Auf 52° N wie in Oschersleben verschiebt das Fadschr und Ischa im Sommer deutlich nach vorn bzw. hinten.