Gebetsplan in Neuburg an der Donau
| Datum | Fadschr | Shuruk | Dhuhur | Assr | Maghrib | Ischaa |
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| 07, Mo | ||||||
| 08, Di | ||||||
| 09, Mi | ||||||
| 10, Do | ||||||
| 11, Fr | ||||||
| 12, Sa | ||||||
| 13, So |
| Datum | Fadschr | Shuruk | Dhuhur | Assr | Maghrib | Ischaa |
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| 01, Di | ||||||
| 02, Mi | ||||||
| 03, Do | ||||||
| 04, Fr | ||||||
| 05, Sa | ||||||
| 06, So | ||||||
| 07, Mo | ||||||
| 08, Di | ||||||
| 09, Mi | ||||||
| 10, Do | ||||||
| 11, Fr | ||||||
| 12, Sa | ||||||
| 13, So | ||||||
| 14, Mo | ||||||
| 15, Di | ||||||
| 16, Mi | ||||||
| 17, Do | ||||||
| 18, Fr | ||||||
| 19, Sa | ||||||
| 20, So | ||||||
| 21, Mo | ||||||
| 22, Di | ||||||
| 23, Mi | ||||||
| 24, Do | ||||||
| 25, Fr | ||||||
| 26, Sa | ||||||
| 27, So | ||||||
| 28, Mo | ||||||
| 29, Di | ||||||
| 30, Mi |
Die hier angezeigten Gebetszeiten beruhen auf präzisen astronomischen Berechnungen für Neuburg an der Donau. Damit Sie abschätzen können, wie verlässlich diese Angaben sind und warum es manchmal zu Abweichungen kommt, finden Sie nachfolgend drei zentrale Hintergrundthemen.
1. Asr-Beginn: Schafiʿi- vs. Hanafi-Methode
Der Beginn des Nachmittagsgebets wird über die Länge des Schattens bestimmt, den ein senkrechter Gegenstand nach dem Sonnenzenit wirft.
Schafiʿi-, Maliki- und Hanbali-Ansatz
Asr beginnt, sobald die Schattenlänge das Einfache der Objektlänge erreicht – zuzüglich des Schattens, der exakt um die Mittagszeit vorhanden war. Diese Zeit fällt in Neuburg an der Donau meist früher am Nachmittag.
Hanafi-Ansatz
Nach hanafitischer Auffassung muss der Schatten die doppelte Objektlänge erreichen. Dadurch verschiebt sich Asr je nach Jahreszeit um ungefähr 40 bis 60 Minuten nach hinten.
Im Winter, wenn die Sonne tiefer steht, ist der Abstand gering; im Sommer, wenn der Sonnenstand höher ist, wird die doppelte Schattenlänge erst deutlich später erreicht. Beide Zeiten sind schariatisch korrekt – maßgeblich ist, welchem Madhhab Sie folgen oder welche Praxis Ihre Gemeinde angenommen hat.
2. MWL, Diyanet oder IGMG? Warum es mehrere Rechenmethoden gibt
Fadschr und Ischa werden über den Sonnenstand unter dem Horizont (Dämmerungswinkel) berechnet. Verschiedene Institutionen verwenden unterschiedliche Winkel und Korrekturregeln, was zu abweichenden Tabellen führt.
- MWL: 18° Fadschr, 17° Ischa – internationaler Standard, oft Grundeinstellung in Apps.
- Diyanet: ebenfalls 18°/17°, ergänzt um eigene Hochbreiten-Korrekturen; Grundlage der meisten DITIB-Moscheen.
- IGMG: 12°/12°, dadurch späterer Fadschr und früheres Ischa; in Deutschland verbreitet, weil die Zeiten alltagsfreundlicher sind.
Alle Methoden nutzen identische Rohdaten (Koordinaten 48,73° N, 11,18° E, Zeitzone MEZ / MESZ), weichen jedoch in den Dämmerungswinkeln und in der Behandlung kurzer Sommernächte voneinander ab. Türkischsprachige Gemeinden orientieren sich häufig an Diyanet, viele arabische und südasiatische Gemeinden an MWL, während junge Communities und einige Gelehrte in Europa IGMG bevorzugen. Dass in einer Stadt mehrere Kalender kursieren, ist daher völlig normal.
3. Breitengrad 48,7° N: Lange Sommertage und die Frage nach Ischa
Neuburg an der Donau liegt deutlich nördlich des 48. Breitengrads. Im Juni sinkt die Sonne hier nachts kaum tiefer als 13 – 14 ° unter den Horizont. Die astronomische Dämmerung endet also sehr spät oder gar nicht – ein Phänomen, das als weiße Nacht bekannt ist.
- Fadschr tritt im Hochsommer extrem früh auf, nicht selten vor 03:00 Uhr.
- Ischa verzögert sich bis weit nach 23:00 Uhr, weil die letzte Dämmerungsphase lang anhält.
Um realistische Gebetszeiten zu gewährleisten, verwenden anerkannte Methoden in hohen Breiten spezielle Korrekturen:
- Prozentmethode: Ischa wird auf einen festen Anteil der Nacht nach Maghrib festgelegt.
- Nächstes Breitengrad-Modell: Man übernimmt die Dämmerungsparameter eines südlicheren Breitengrads, an dem die Phänomene noch klar beobachtbar sind.
- Begrenzter Winkel: Sinkt die Sonne nicht tief genug, wird der theoretische Winkel auf einen Maximalwert gekappt.
Die auf dieser Seite dargestellten Zeiten berücksichtigen solche Anpassungen automatisch. Im Winter zeigt sich das umgekehrte Bild: Tage sind kurz, Nächte lang, und Fadschr sowie Ischa rücken deutlich näher zusammen. Durch die dynamische Berechnung bleibt das Gebet immer innerhalb der vorgeschriebenen Zeitfenster.
Wer zusätzliche Sicherheit sucht, kann den Himmel beobachten oder sich an die örtliche Moschee wenden. Denn letztlich gilt: Das Gebet beginnt, sobald die eindeutigen astronomischen Zeichen eingetreten sind.
Die Unterschiede ergeben sich hauptsächlich aus verschiedenen Dämmerungswinkeln (z. B. 18°, 15° oder 12°), unterschiedlichen Regeln für hohe Breiten und teilweise aus Rundungs- oder Zeitzoneneinstellungen. Alle seriösen Anbieter verwenden jedoch dieselben astronomischen Grundlagen.
Beim Shafiʿi-, Maliki- und Hanbali-Madhhab beginnt Asr, wenn der Schatten eines Gegenstands dessen Länge erreicht (Faktor 1). Im Hanafi-Madhhab wartet man, bis der Schatten doppelt so lang ist (Faktor 2). Daher liegt die Hanafi-Zeit in Neuburg an der Donau im Durchschnitt 40–60 Minuten später.
Die Berechnungen sind präzise, dennoch können lokale Gegebenheiten wie Hügel, hohe Gebäude oder Luftbrechung einzelne Minuten verschieben. Ein Gebet, das innerhalb des angegebenen Fensters verrichtet wird, gilt jedoch als gültig.
Weil sich die Erdposition zur Sonne täglich ändert. Dadurch verschieben sich Sonnenauf- und ‑untergang, was alle folgenden Gebetszeiten mitbewegt. Je nach Jahreszeit beträgt die Veränderung 1–3 Minuten pro Tag.
Die Zeiten werden stets in lokaler Uhrzeit ausgegeben. Wenn die Uhren auf Sommerzeit gestellt werden, verschieben sich die Gebetszeiten auf der Uhr um eine Stunde nach vorne, astronomisch bleiben sie jedoch unverändert.