Gebetsplan in Naumburg/Saale
| Datum | Fadschr | Shuruk | Dhuhur | Assr | Maghrib | Ischaa |
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| 04, Mo | ||||||
| 05, Di | ||||||
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| Datum | Fadschr | Shuruk | Dhuhur | Assr | Maghrib | Ischaa |
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| 01, Fr | ||||||
| 02, Sa | ||||||
| 03, So | ||||||
| 04, Mo | ||||||
| 05, Di | ||||||
| 06, Mi | ||||||
| 07, Do | ||||||
| 08, Fr | ||||||
| 09, Sa | ||||||
| 10, So | ||||||
| 11, Mo | ||||||
| 12, Di | ||||||
| 13, Mi | ||||||
| 14, Do | ||||||
| 15, Fr | ||||||
| 16, Sa | ||||||
| 17, So | ||||||
| 18, Mo | ||||||
| 19, Di | ||||||
| 20, Mi | ||||||
| 21, Do | ||||||
| 22, Fr | ||||||
| 23, Sa | ||||||
| 24, So | ||||||
| 25, Mo | ||||||
| 26, Di | ||||||
| 27, Mi | ||||||
| 28, Do | ||||||
| 29, Fr | ||||||
| 30, Sa | ||||||
| 31, So |
Asr-Zeit in Naumburg/Saale: Unterschied zwischen hanafitischer und schafiitischer Berechnung
Die Asr-Zeit beginnt, wenn der eigene Schatten eines Objekts nach dem Zenit eine bestimmte Länge erreicht. In der schafiitischen, malikitischen und hanbalitischen Rechtsschule reicht ein einfacher Schatten (1× Objektlänge) aus; die hanafitische Schule wartet, bis der Schatten die doppelte Länge (2×) hat. Dieser Unterschied wirkt sich direkt auf die Uhrzeit aus.
In Naumburg/Saale (Breite ca. 51° N) ist der Zeitversatz besonders im Sommer deutlich: an langen Junitagen liegen zwischen beiden Berechnungen bis zu 90 Minuten, im Dezember dagegen oft weniger als 40 Minuten. Wer dem hanafitischen Madhhab folgt, hat also mehr Spielraum nach hinten, muss jedoch beachten, dass der Zeitraum bis Maghrib dadurch schrumpft. Die schafiitische Zeit beginnt früher, was Pendlern oder Studierenden manchmal entgegenkommt.
Beide Methoden sind islamisch anerkannt. Wichtig ist, sich konsequent an eine Variante zu halten, um Verwirrung zu vermeiden. Die auf dieser Seite angezeigten Werte beruhen auf dem gewählten Berechnungsmodus; falls Sie einen anderen Madhhab praktizieren, gleichen Sie die Angaben entsprechend an.
Warum sich das Zeitfenster zwischen Maghrib und Ischa im Winter verkürzt
Maghrib beginnt unmittelbar mit dem Sonnenuntergang. Ischa wird fällig, sobald die nautische Dämmerung endet und der Himmel vollständig dunkel ist. Auf 51° N sinkt die Sonne im Winter steil unter den Horizont, sodass die rote und danach die weiße Dämmerung relativ schnell verschwinden. Typischerweise vergehen um die Wintersonnenwende in Naumburg/Saale nur 60 bis 75 Minuten zwischen Maghrib und Ischa. Im Juni kann derselbe Abstand dagegen über zwei Stunden betragen.
Die verkürzte Spanne stellt vor allem Berufstätige vor organisatorische Fragen: Wer das Abendgebet pünktlich verrichten möchte, sollte unmittelbar nach Sonnenuntergang beten oder spätestens kurz darauf, da bis Ischa kaum Zeit bleibt. Gleichzeitig beginnt Fadschr im Winter erst spät am Morgen, was den Schlafrhythmus weniger belastet. Im Sommer kehrt sich die Situation um: Die Nacht ist sehr kurz, besonders, weil die astronomische Dämmerung um diese Breite nicht völlig verschwindet. Für Ischa und Fadschr kann dann der Zeitraum der Nacht knapp über vier Stunden liegen.
Schuruk verstehen: Warum Fadschr vor dem Sonnenaufgang endet
Der Begriff Schuruk (Sonnenaufgang) markiert das Ende der Fadschr-Zeit. Fadschr beginnt mit dem ersten waagerechten Lichtstreifen am Osthorizont (astronomisch: Sonnenstand –18 Grad) und endet, sobald der Sonnenrand die Horizontlinie berührt. Ein Gebet nach Schuruk gilt als nachgeholt (qada’) und verliert den Lohn des Gebets zur vorgeschriebenen Zeit.
Auf der Breite von Naumburg/Saale variiert dieser Zeitraum stark: An langen Junitagen liegen zwischen Fadschr-Beginn und Schuruk gut zweieinhalb Stunden; im Dezember oft kaum mehr als 90 Minuten. Der Sonnenaufgang ist daher Ihr natürliche „Deadline“. Wer die Morgengebete zu Hause verrichtet, kann den angezeigten Countdown als Erinnerung nutzen, ohne bis zur letzten Minute zu warten. Besonders im Sommer ist zu beachten, dass die Morgendämmerung früher einsetzt, obwohl die tatsächliche Sonnenscheindauer maximal ist.
Die strikte Trennung zwischen Fadschr und Schuruk hilft, Überschneidungen mit Karaha-Zeiten (verpönte Zeitspannen) zu vermeiden, in denen freiwillige Gebete nicht empfohlen sind. Planen Sie daher einen Sicherheitspuffer ein, gerade wenn Sie auf dem Weg zur Arbeit oder Universität sind.
Die angegebenen Zeiten entstehen aus astronomischen Formeln, Koordinaten (51,15° N, 11,81° O) und der offiziellen Zeitzone. Lokale Faktoren wie Geländehöhe oder Bebauung können den tatsächlichen Sonnenauf- oder ‑untergang um wenige Minuten verschieben. Ein Sicherheitsabstand von 2–3 Minuten genügt in der Regel, um Zweifel zu vermeiden.
Oberhalb von etwa 48° N – also auch in Naumburg/Saale – bleibt der Himmel im Juni nachts leicht aufgehellt. Für Fadschr und Ischa nutzen die meisten Kalkulationsmethoden dann vereinfachte Modelle (z. B. Angle-Based oder Night-Middle), damit die Pflichtzeiten nicht ausfallen. Die hier veröffentlichten Zeiten berücksichtigen diese Hochbreiten-Regeln bereits.
Unterschiedliche Rechner verwenden teils andere Dämmerungswinkel (z. B. 15° vs. 18° für Fadschr), variieren beim atmosphärischen Korrekturwert oder legen abweichende Längengrade für den Ort zugrunde. Schon kleine Parameteränderungen verschieben Fadschr und Ischa um mehrere Minuten. Prüfen Sie daher, nach welcher Methode (MWL, Egypt, Türkei u. Ä.) die Werte erzeugt wurden.
Er betrifft die Länge des Schattens, ab der Asr beginnt: 1× Objektlänge (Standard) im schafiitischen, malikitischen und hanbalitischen Madhhab; 2× im hanafitischen. Dadurch verschiebt sich Asr, besonders im Sommer, deutlich nach hinten. Beide Varianten sind gültig, aber man sollte konsequent bei einer Berechnung bleiben.