Gebetsplan
Fadschr Morgengebet
Shuruq Sonnenaufgang
Dhuhur Mittagsgebet
Assr Nachmittagsgebet

Gebetszeiten in Julich für 11. Mai 2026

Maghrib Abendgebet
Restzeit bis zum Ischa-Gebet 01:15
Restzeit bis zum Ischa-Gebet 01:15
Ischaa Nachtgebet

Gebetsplan in Julich

Datum Fadschr Shuruk Dhuhur Assr Maghrib Ischaa
11, Mo
12, Di
13, Mi
14, Do
15, Fr
16, Sa
17, So
Datum Fadschr Shuruk Dhuhur Assr Maghrib Ischaa
01, Fr
02, Sa
03, So
04, Mo
05, Di
06, Mi
07, Do
08, Fr
09, Sa
10, So
11, Mo
12, Di
13, Mi
14, Do
15, Fr
16, Sa
17, So
18, Mo
19, Di
20, Mi
21, Do
22, Fr
23, Sa
24, So
25, Mo
26, Di
27, Mi
28, Do
29, Fr
30, Sa
31, So

Die fünf täglichen Gebetszeiten orientieren sich an klar definierten Sonnenpositionen. Wer in Julich betet, sollte deshalb wissen, wie sich der Sonnenlauf am 50,9. Breitengrad auf die einzelnen Zeiten auswirkt. Die nachstehenden Abschnitte beleuchten typische jahreszeitliche Besonderheiten und erklären, wie Fachstellen die Zeiten rechnerisch ermitteln.

Kurze Intervalle zwischen Maghrib und Ischa im Winter

Wenn die Sonne in den Wintermonaten besonders flach über den Himmel zieht, fällt sie am Nachmittag schnell unter den Horizont. In Julich liegt der Sonnenuntergang im Dezember oft schon gegen 16 Uhr. Die bürgerliche und nautische Dämmerung dauern dann nur wenige Minuten. Daher erreicht die Sonne den für Ischa entscheidenden Winkel (meist 17–18 ° unter dem Horizont) bereits etwa eine Stunde nach Maghrib. Für Betende bedeutet das: Das Abendessen, die Rückkehr von der Arbeit und das Ischa-Gebet liegen im Winter häufig sehr eng beieinander. Wer seine Planung darauf abstellt, vermeidet Stress und verpasst das Zeitfenster nicht.

Im Sommer kehrt sich das Bild um. Zwischen Maghrib und Ischa können in Julich bis zu zwei Stunden liegen, weil die Sonne im flachen Winkel untergeht und die Dämmerung entsprechend länger anhält. Der tägliche Zeitplan sollte also flexibel bleiben und sich dem jahreszeitlichen Rhythmus anpassen.

Astronomische Dämmerung: Wie die Fadschr-Zeit berechnet wird

Fadschr beginnt, sobald das erste schwache Lichtband (al-fajr al-ṣādiq) am Osthorizont erscheint. Astronomisch wird dieser Moment über den Sonnenwinkel unterhalb des Horizonts definiert. Die meisten in Deutschland genutzten Methoden setzen den Beginn der Morgendämmerung bei einem Winkel von –18 ° (z. B. Muslim World League). Einige europäischen Räte verwenden –17 °, während für Frankreich und Nordamerika auch –12 ° bis –15 ° vorkommen. Je größer der absolute Winkel, desto früher liegt Fadschr.

Für den konkreten Tag wird zuerst der lokale Sonnenaufgang kalkuliert. Anschließend verschiebt der Algorithmus die Zeit um jene Dauer, die die Sonne braucht, um von –18 ° auf den Horizont aufzusteigen. Koordinaten, Datum und Zeitzone fließen dabei exakt mit ein. So entstehen verlässliche Werte, ohne dass Beobachter jeden Morgen manuell prüfen müssen, ob der Horizont bereits erhellt ist.

Breitengrad 50,9 ° N: Lange Sommernächte und Herausforderungen bei Ischa

Julich liegt knapp oberhalb des 50. Breitengrads. Im Juni wird es hier spät dunkel: Sonnenuntergang nach 21 Uhr, astronomische Dämmerung erst kurz vor Mitternacht. Gleichzeitig erscheint die Morgendämmerung schon gegen 3 Uhr. Die Nacht schrumpft also auf wenige Stunden, und Fadschr rückt sehr weit nach vorn. Viele Muslime stellen sich deshalb einen Wecker oder nutzen Erinnerungen, um die frühe Zeit nicht zu versäumen.

Ab etwa 48 ° N kann es vorkommen, dass die Sonne in den Wochen um die Sommersonnenwende gar nicht tiefer als 15–16 ° unter den Horizont sinkt. Die klassischen Winkel für Ischa (–17 °/–18 °) wären dann astronomisch gar nicht erreichbar. In Julich passiert das zwar nur selten, doch die Differenz kann eng werden. Die gängigen Berechnungsprogramme erkennen diesen Sonderfall und setzen statt des Winkels eine prozentuale Nachtlänge (z. B. Night Middle oder One Seventh) ein. Dadurch bleibt Ischa bestimmbar, selbst wenn die letzte Dämmerungsphase kaum messbar ist.

Moscheen und islamische Zentren in Julich

Name Adresse Kontakt
DITIB Fatih Moschee Große Rurstraße 99, 52428 Julich
FAQs
Welche Berechnungsmethode ist in Deutschland am verbreitetsten?

Die meisten deutschen Moscheeverbände und Gebetszeit-Portale verwenden die Methode der Muslim World League (MWL) mit einem Sonnenwinkel von –18 ° für Fadschr und Ischa. Einige Gemeinden weichen jedoch auf die Methode des Ägyptischen Gelehrtenrates (–19,5 °/–17,5 °) oder einen angepassten europäischen Standard aus.

Was bedeutet der Hanafi- und Shafi-i-Unterschied beim Asr-Gebet?

Beide Rechtsschulen richten sich nach der Schattenlänge eines Objekts nach dem Mittag. Beim Shafiʿi- (sowie Maliki- und Hanbali-) Verständnis beginnt Asr, sobald die Schattenlänge genau der Objektlänge entspricht (Faktor 1). Im Hanafi-Madhhab wird gewartet, bis der Schatten doppelt so lang ist (Faktor 2). Dadurch verschiebt sich Asr um etwa 30–60 Minuten nach hinten.

Wann genau endet die Zeit für das Fajr-Gebet?

Die Fadschr-Zeit endet mit dem Sonnenaufgang (Sonnenaufgang/Schuruk). Sobald der obere Sonnenrand sichtbar wird, ist das Morgengebet verpasst, und es darf erst wieder nach dem Aufgang von etwa 15 Minuten gebetet werden.

Warum weichen die Gebetszeiten auf verschiedenen Websites ab?

Unterschiede entstehen vor allem durch: (1) abweichende Berechnungsmethoden und Sonnenwinkel, (2) die Wahl zwischen Standard- und Hanafi-Asr, (3) verschiedene Rundungsregeln oder Zeitzonen-Datenbanken und (4) lokale Anpassungen einzelner Moscheen. Alle Werte bleiben Näherungen, bis man den Horizont tatsächlich beobachtet.

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