Gebetsplan in Gevelsberg
| Datum | Fadschr | Shuruk | Dhuhur | Assr | Maghrib | Ischaa |
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| 10, Mo | ||||||
| 11, Di | ||||||
| 12, Mi | ||||||
| 13, Do | ||||||
| 14, Fr | ||||||
| 15, Sa | ||||||
| 16, So |
| Datum | Fadschr | Shuruk | Dhuhur | Assr | Maghrib | Ischaa |
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| 01, Sa | ||||||
| 02, So | ||||||
| 03, Mo | ||||||
| 04, Di | ||||||
| 05, Mi | ||||||
| 06, Do | ||||||
| 07, Fr | ||||||
| 08, Sa | ||||||
| 09, So | ||||||
| 10, Mo | ||||||
| 11, Di | ||||||
| 12, Mi | ||||||
| 13, Do | ||||||
| 14, Fr | ||||||
| 15, Sa | ||||||
| 16, So | ||||||
| 17, Mo | ||||||
| 18, Di | ||||||
| 19, Mi | ||||||
| 20, Do | ||||||
| 21, Fr | ||||||
| 22, Sa | ||||||
| 23, So | ||||||
| 24, Mo | ||||||
| 25, Di | ||||||
| 26, Mi | ||||||
| 27, Do | ||||||
| 28, Fr | ||||||
| 29, Sa | ||||||
| 30, So | ||||||
| 31, Mo |
Unterschiedliche Rechenmethoden: MWL, Diyanet und IGMG
In Deutschland begegnet man meistens drei Berechnungsmethoden für die Gebetszeiten: dem Standard der Muslim World League (MWL), dem türkischen Präsidium für religiöse Angelegenheiten (Diyanet) und der Methode der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüş (IGMG). Alle drei gehen von denselben astronomischen Grundlagen aus – Sonnenhöhe, Datum, Koordinaten und Zeitzone – unterscheiden sich aber bei den Parametern für Fadschr und Ischa.
- MWL verwendet 18° für Fadschr und 17° für Ischa. Diese eher konservativen Winkel führen zu einem früheren Fadschr und einem späteren Ischa.
- Diyanet berechnet Fadschr mit 18° und Ischa nicht über einen Winkel, sondern addiert 90 Minuten nach Maghrib (in Ramadān 120 Minuten). Dadurch liegt Ischa oft deutlich früher als bei MWL.
- IGMG nutzt 15° für beide Gebete. Das Ergebnis liegt zeitlich zwischen den beiden erstgenannten Methoden.
Da viele in Deutschland lebende Muslime einen Bezug zur Türkei oder zu IGMG-Gemeinden haben, sind Diyanet und IGMG hier besonders verbreitet, während MWL international als neutrales Referenzmodell gilt. Welcher Ansatz gewählt wird, hängt häufig von der lokalen Moschee und der eigenen Rechtsschule (Madhhab) ab. Wichtig ist, dass jede Methode konsistent angewendet wird, damit die Gebete kontinuierlich im zulässigen Zeitfenster verrichtet werden.
Warum sich zwischen Maghrib und Ischa im Winter nur wenig Zeit befindet
Gevelsberg liegt auf etwa 51,3° nördlicher Breite. Im Dezember sinkt die Sonne hier schon am frühen Nachmittag unter den Horizont. Da Ischa mit dem Ende der nautischen Dämmerung bzw. nach einer festen Zeitspanne nach Sonnenuntergang beginnt, schrumpft der Abstand zwischen Maghrib und Ischa auf kaum mehr als eine Stunde – je nach Berechnungsmethode zwischen 55 und 75 Minuten.
Das bedeutet für den Alltag:
- Das Abendgebet sollte zeitnah nach Maghrib verrichtet werden, um die kurze Frist bis Ischa nicht zu verpassen.
- Gemeinschaftsgebete in der Moschee beginnen im Winter häufig früher als im Sommer.
- Wer zwischen Arbeit und Familie wenig Puffer hat, kann Maghrib direkt nach Sonnenuntergang beten und Ischa später in der Moschee beten, sofern die Zeit nicht überschritten wird.
Der enge Zeitraum ist kein Rechenfehler, sondern eine natürliche Folge der tief stehenden Sonne und der langen nächtlichen Phase im Winterhalbjahr.
Sommernächte auf 51° nördlicher Breite: Herausforderungen für das Ischa-Gebet
Im Juni und Juli wird es in Gevelsberg erst sehr spät richtig dunkel. Die bürgerliche Dämmerung geht fast nahtlos in die Morgendämmerung über, und die Sonne sinkt nicht mehr weit genug unter den Horizont, um die klassischen 18° oder 15° für Ischa zu erreichen. Die Methoden reagieren darauf unterschiedlich:
- MWL berechnet Ischa weiter über den 17°-Winkel. Da dieser Wert manchmal gar nicht erreicht wird, kommen Hochbreitenanpassungen wie „Night Middle“ (Mitte der Nacht) zum Einsatz. Ischa kann dadurch gegen 23:30 Uhr oder noch später liegen.
- Diyanet verwendet die feste Minutenregel, sodass Ischa auch im Hochsommer rund 90 Minuten nach Maghrib beginnt. Praktisch verschieben sich Maghrib und Ischa dadurch gemeinsam nach hinten, bleiben aber in klar definiertem Abstand.
- IGMG reduziert den Winkel auf 15°, was die Zeit etwas nach vorn verschiebt. Reicht auch das nicht aus, wird ebenfalls eine Hochbreitenregel angewandt.
Wer sehr späte Zeiten im Sommer als belastend empfindet, sollte sich mit der lokalen Moschee abstimmen, da diese meist eine etablierte Lösung bietet. Wichtig ist, dass innerhalb eines Systems gebetet wird, um nicht versehentlich ein Pflichtgebet zu verpassen.
Einfluss der Breite auf Fadschr und Ischa
Je höher die Breite, desto länger dauern die Dämmerungsphasen im Sommer und desto kürzer im Winter. Bei rund 51° Nord verlängert sich der Weg der Sonne unter den Horizont, was Fadschr und Ischa deutlich nach hinten rückt. Umgekehrt sind die Dämmerungen im Winter kurz und ausgeprägt, sodass beide Gebete näher an Maghrib bzw. Sonnenaufgang liegen. Dieser zyklische Effekt erklärt, warum der Gebetskalender in Gevelsberg von Tag zu Tag schwankt.
Moscheen und islamische Zentren in Gevelsberg
| Name | Adresse | Kontakt |
|---|---|---|
| DITIB Ulu Camii Gevelsberg | Hagener Straße 133, 58285 Gevelsberg | Tel.: 02332 5535 |
| IGMG Ayasofya Camii | Rosendahler Straße 2, 58285 Gevelsberg | – |
Am häufigsten nutzen Moscheen hierzulande entweder die Diyanet-Zeiten oder die IGMG-Methode, weil viele Gemeinden organisatorisch mit diesen Verbänden verbunden sind. MWL dient oft als neutrale Referenz, wird aber seltener lokal angewandt.
Alle Zeiten entstehen aus präzisen astronomischen Formeln und sind deshalb sehr genau. Geringe Abweichungen von 1–2 Minuten können jedoch durch Rundung, lokale Geländehöhen oder atmosphärische Effekte auftreten. Eine Marge von wenigen Minuten bleibt daher empfehlenswert.
Bei hohen Breiten gilt: Erreicht die Sonne den definierten Winkel nicht, greifen Ersatzregeln wie „Mitte der Nacht“ (MWL) oder eine feste Minutenspanne nach Maghrib (Diyanet). Dadurch bleibt Ischa immer in einem klar festgelegten Zeitraum, auch wenn die astronomische Dämmerung kaum endet.
Im Hanafi-Madhhab beginnt Asr, wenn die Nachmittagsschatten eines Objekts doppelt so lang sind wie es selbst. In allen anderen großen Rechtsschulen reicht die einfache Schattenlänge. Hanafi-Anhänger beten Asr daher rund 40–50 Minuten später als etwa Schafiiten.