Gebetsplan in Brilon
| Datum | Fadschr | Shuruk | Dhuhur | Assr | Maghrib | Ischaa |
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| 11, Mo | ||||||
| 12, Di | ||||||
| 13, Mi | ||||||
| 14, Do | ||||||
| 15, Fr | ||||||
| 16, Sa | ||||||
| 17, So |
| Datum | Fadschr | Shuruk | Dhuhur | Assr | Maghrib | Ischaa |
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| 01, Fr | ||||||
| 02, Sa | ||||||
| 03, So | ||||||
| 04, Mo | ||||||
| 05, Di | ||||||
| 06, Mi | ||||||
| 07, Do | ||||||
| 08, Fr | ||||||
| 09, Sa | ||||||
| 10, So | ||||||
| 11, Mo | ||||||
| 12, Di | ||||||
| 13, Mi | ||||||
| 14, Do | ||||||
| 15, Fr | ||||||
| 16, Sa | ||||||
| 17, So | ||||||
| 18, Mo | ||||||
| 19, Di | ||||||
| 20, Mi | ||||||
| 21, Do | ||||||
| 22, Fr | ||||||
| 23, Sa | ||||||
| 24, So | ||||||
| 25, Mo | ||||||
| 26, Di | ||||||
| 27, Mi | ||||||
| 28, Do | ||||||
| 29, Fr | ||||||
| 30, Sa | ||||||
| 31, So |
Fadschr und Sonnenaufgang (Schuruk): Wo liegt die Grenze?
Der Fadschr beginnt mit dem ersten Morgengrauen (arab. al-fadschar as-sādiq), wenn am östlichen Horizont ein feiner Lichtstreifen erscheint. Diese Phase endet exakt mit dem Sonnenaufgang, der im Gebetskalender als Schuruk bzw. „Sonnenaufgang” ausgewiesen ist. Wer den Fadschr verrichten möchte, muss das Gebet also vor Schuruk beenden; danach gilt es nur noch als nachgeholt (qadāʾ).
Alle angezeigten Zeiten beruhen auf astronomischen Berechnungen, die das aktuelle Datum, die geografischen Koordinaten von Brilon (51,4° N, 8,58° O) sowie die jeweilige Zeitzone (MEZ/MESZ) berücksichtigen. Für Fadschr und Ischa wird errechnet, wann die Sonne einen bestimmten Winkel unter dem Horizont erreicht – in Deutschland meist 15° bis 18°. Eine Methode mit höherem Winkel legt das Fadschr-Gebet früher und das Ischa-Gebet später fest. Deshalb können sich die Angaben auf verschiedenen Websites oder Kalendern um einige Minuten unterscheiden.
Auch beim Asr gibt es Abweichungen: Während drei Rechtsschulen den Zeitpunkt ansetzen, an dem die Nachmittags-Schattenlänge dem Objekt entspricht (Faktor 1), verwendet der hanafitische Madhhab den Faktor 2. In vielen deutschen Kalendern werden beide Optionen parallel angegeben, sodass jede und jeder nach der eigenen Schule beten kann.
Warum sich die Zeitspanne zwischen Maghrib und Ischa im Winter verkürzt
Maghrib beginnt unmittelbar nach dem Untergang der Sonne. Bis zum Einbruch der astronomischen Nacht – dem Startpunkt für Ischa – vergeht jedoch nur so viel Zeit, wie die Sonne benötigt, um eine definierte Tiefe unter dem Horizont zu erreichen. Im Sommer sinkt sie wegen der nördlichen Breite Brilons (51,4° N) flacher, sodass die Dämmerung lang anhält; zwischen Maghrib und Ischa können dann bis zu drei Stunden liegen. Im Dezember fällt die Sonne dagegen steiler, die nautische und astronomische Dämmerung ist deutlich kürzer, und Ischa tritt schon nach 60–70 Minuten ein.
Wer diese Dynamik kennt, kann den Tagesablauf besser planen: Im Sommer bleibt nach Maghrib ausreichend Zeit für Fahrten nach Hause oder den Besuch einer Moschee, während im Winter beide Gebete eng aufeinander folgen und häufig noch in den Feierabend fallen.
Zeitmanagement in Deutschland: Praktische Tipps für kurze Wintertage
1. Feste Gebetsfenster reservieren
Trage die Gebetszeiten als nicht verschiebbare Termine in deinen digitalen Kalender ein. So sind Kolleginnen, Kollegen oder Dozierende frühzeitig informiert, wann du kurz abwesend bist.
2. Wudūʾ im Voraus erneuern
Wenn du absehbar keine rituelle Unreinheit befürchtest, kannst du die Gebetswaschung schon vor Feierabend durchführen. Nach Sonnenuntergang bleiben dann nur noch wenige Minuten bis Maghrib.
3. Gleitzeit und Homeoffice nutzen
Viele Arbeitgeber in Deutschland erlauben flexible Arbeitsmodelle. Ein früher Arbeitsbeginn im Winter macht es leichter, Maghrib und Ischa pünktlich zu verrichten, ohne Überstunden anhäufen zu müssen.
4. Unterwegs beten
Nach übereinstimmender Meinung der Gelehrten darf das Pflichtgebet überall verrichtet werden, sofern der Ort sauber ist und die Qibla eingehalten wird. Ein faltbarer Gebetsteppich im Auto oder Rucksack ist daher ein unkompliziertes Hilfsmittel.
5. Digitale Erinnerungen einstellen
Smartphones und Smartwatches können lautlos vibrieren, sobald eine Gebetszeit eintritt. Für Wintertage, an denen die Sonne schon um 16:30 Uhr untergeht, ist das eine wertvolle Stütze.
Mit diesen Strategien lässt sich auch bei dichtem Terminkalender sicherstellen, dass kein Pflichtgebet aus Zeitgründen versäumt wird.
Die Zeit endet mit dem ersten Sonnenstrahl am Horizont, also exakt zum im Kalender angegebenen Sonnenaufgang (Schuruk). Danach gilt Fadschr als nachzuholendes Gebet.
Unterschiedliche Portale verwenden teils andere Berechnungsmethoden, Dämmerungswinkel, Rundungsregeln oder Koordinaten. Schon ein geänderter Winkel von 1° kann eine Abweichung von 4–5 Minuten verursachen.
Die meisten Moscheen und Apps arbeiten mit den Tabellen der Muslim World League oder mit den Angaben der türkischen Religionsbehörde (Diyanet). Beide Methoden sind hierzulande gut etabliert.
Weil sich die Erdachse zur Sonne ständig in leicht anderem Winkel befindet. Dadurch verschiebt sich der Zeitpunkt von Sonnenaufgang und -untergang täglich – im Sommer schneller, im Winter langsamer.
Viele Gemeinden türkischer oder bosnischer Herkunft folgen dem hanafitischen Madhhab, veröffentlichen aber dennoch beide Zeiten. Bist du Hanafi, wartest du bis Schattenlänge 2; sonst kannst du schon bei Schattenlänge 1 beten.
Versuche, den Schlafrhythmus saisonal anzupassen: früher zu Bett gehen, einen leisen, aber zuverlässigen Wecker nutzen und eventuell ein Nickerchen nach dem Fadschr einplanen. So lässt sich das Gebet pünktlich verrichten, ohne den Tag übermüdet zu beginnen.