Gebetsplan
Fadschr Morgengebet
Shuruq Sonnenaufgang
Dhuhur Mittagsgebet

Gebetszeiten in Bernau für 09. September 2026

Assr Nachmittagsgebet
Restzeit bis zum Maghrib-Gebet 03:19
Restzeit bis zum Maghrib-Gebet 03:19
Maghrib Abendgebet
Ischaa Nachtgebet

Gebetsplan in Bernau

Datum Fadschr Shuruk Dhuhur Assr Maghrib Ischaa
07, Mo
08, Di
09, Mi
10, Do
11, Fr
12, Sa
13, So
Datum Fadschr Shuruk Dhuhur Assr Maghrib Ischaa
01, Di
02, Mi
03, Do
04, Fr
05, Sa
06, So
07, Mo
08, Di
09, Mi
10, Do
11, Fr
12, Sa
13, So
14, Mo
15, Di
16, Mi
17, Do
18, Fr
19, Sa
20, So
21, Mo
22, Di
23, Mi
24, Do
25, Fr
26, Sa
27, So
28, Mo
29, Di
30, Mi

Kurze Winterabende: Warum Maghrib und Ischa näher zusammenliegen

Bernau liegt auf etwa 52,7 ° nördlicher Breite. Diese geografische Lage bewirkt starke Schwankungen der Tageslänge: Im Winter ist der Sonnenbogen flach, die Sonne verschwindet schon am frühen Nachmittag hinter dem Horizont und die Dämmerung endet schnell. Das Ergebnis ist ein deutlich verkürzter Zeitraum zwischen Maghrib und Ischa, der an den kürzesten Tagen oft kaum 75 Minuten beträgt.

Die angegebenen Zeiten basieren gewöhnlich auf einem Dämmerungswinkel von 18 ° unter dem Horizont. Einige Gemeinden nutzen 17 °, andere wenden eine feste Minutenregel (z. B. 90 Minuten nach Sonnenuntergang) an. Dadurch können sich Tabellen um mehrere Minuten unterscheiden, ohne dass der zugrunde liegende Sonnenstand sich verändert hätte.

Aus physikalischer Sicht endet die astronomische Dämmerung, sobald das vom Sonnenlicht gestreute Blau in der oberen Atmosphäre verschwindet und der Himmel vollständig dunkel erscheint. In Bernau dauert dieser Übergang im Dezember etwa 80 Minuten, im Juni dagegen bis zu drei Stunden. Die Verkürzung im Winter trifft viele Berufstätige und Studierende: Zwischen Feierabend und Ischa bleibt oft wenig Zeit. Wer das Gebet nicht versäumen möchte, plant daher idealerweise gleich nach Maghrib einen ruhigen Ort zum Beten ein.

Der Prophet ﷺ empfahl, Ischa nicht unnötig hinauszuzögern. Die kurzen Winterabende erleichtern diese Sunna, da das Zeitfenster ohnehin eng gesteckt ist. Gleichzeitig zeigt der Kalender verlässlich, wann das Nachtgebet spätestens beginnt – unabhängig davon, ob man eine Moschee besucht oder zu Hause betet.

Asr-Zeit: Standard- vs. Hanafi-Methode im Vergleich

Asr wird anhand der Schattenlänge nach dem Sonnenhöchststand ermittelt. In der Standardmethode – befolgt von Schafiiten, Malikiten und Hanbaliten – beginnt das Gebetsfenster, sobald der Schatten eines Objekts genauso lang ist wie das Objekt selbst (plus der Mittags­schatten). Die hanafitische Schule verlangt, dass der Schatten doppelt so lang wird. Mathematisch spiegelt sich das in einem Faktor von 1 bzw. 2 in der Berechnungsformel wider.

Für Bernau führt der Unterschied je nach Jahreszeit zu einer Verschiebung von durchschnittlich 30 bis 50 Minuten. Im Hochsommer, wenn die Sonne steil steht, ist die Differenz etwas geringer; im Dezember, wenn der Schatten sich schneller verlängert, fällt sie größer aus. Moderne Rechenprogramme arbeiten hier nicht mit tatsächlichen Stäben, sondern mit dem Sonnen­elevations­winkel. Bei Faktor 1 liegt der relevante Winkel früher, bei Faktor 2 entsprechend später. Tabellen listen daher häufig zwei Spalten: Asr (Standard) und Asr (Hanafi).

Welche Variante maßgeblich ist, richtet sich nach der eigenen Rechtsschule oder der Praxis der lokalen Gemeinde. Beide Ansätze sind in der islamischen Rechtslehre anerkannt. Wichtig ist nur, dass man innerhalb des gewählten Zeitrahmens betet. Alle angegebenen Uhrzeiten werden auf volle Minuten gerundet; eine Abweichung von ein bis zwei Minuten beeinflusst die Gültigkeit des Gebets nicht.

Das Ende von Asr ist für alle Mazhab gleich definiert: sobald die Sonnenscheibe den Horizont berührt und Maghrib einsetzt.

Schuruk verstehen: Die Grenze für das Fadschr-Gebet

Fadschr beginnt mit dem subh ṣādiq, der wahren Morgendämmerung. Sie wird astronomisch meistens durch einen Sonnenstand von –18 ° unter dem Horizont festgelegt. Manche Institute verwenden –15 °, wodurch der Beginn einige Minuten nach vorn rückt. Das Ende dieses Zeitfensters kennzeichnet der Sonnenaufgang (Schuruk). Danach ist das Gebet bis zur sogenannten Karāhat-Zeit – etwa 15 Minuten nach dem Aufgang – unerwünscht.

Bernau erfährt wegen seiner nördlichen Breite im Juni extrem frühe Fadschr-Zeiten, mitunter schon vor 03:00 Uhr, während das Gebetsfenster im Dezember erst kurz vor 07:00 Uhr endet. Diese tägliche Verschiebung ergibt sich aus der Erddrehung und der leicht elliptischen Umlaufbahn. Zusätzlich wird in Deutschland zweimal jährlich die Uhr umgestellt; der Algorithmus berücksichtigt die offizielle Zeit­zone automatisch.

Besonders wichtig ist Schuruk auch für das Fasten: Das eigentliche Fasten beginnt erst mit dem Sonnenaufgang, nicht bereits mit Fadschr. Wer den Suhūr sehr knapp beendet, sollte daher den Unterschied zwischen beiden Zeitpunkten kennen.

Unterschiede zwischen verschiedenen Websites entstehen vor allem durch die Wahl des Dämmerungswinkels, die Art der Rundung und den Umgang mit Hochsommer-Korrekturen. Solange die Quelle offenlegt, welche Parameter sie verwendet, sind alle Ergebnisse islamisch akzeptabel.

FAQs
Was passiert, wenn die Sonne im Sommer nicht vollständig untergeht?

In sehr hohen Breitengraden geht die Sonne wochenlang nicht tief genug unter den Horizont, weshalb die gewöhnlichen Kriterien für Fadschr und Ischa entfallen. In Deutschland tritt dieses Phänomen erst nördlich von etwa 54 °. Sollte es vorkommen, greifen Gelehrte auf Ersatzmethoden wie Sechstel der Nacht oder Mittel der Nacht zurück. Für Bernau sind solche Spezialregeln nicht nötig, weil selbst im Juni noch eine kurze astronomische Dämmerung vorhanden ist.

Kann ich mich auf die Minute genau auf diese Zeiten verlassen?

Die Tabellen basieren auf präzisen astronomischen Formeln und werden auf volle Minuten gerundet. Da das schariarechtliche Zeitfenster einige Minuten Spielraum bietet, genügt es, sich an die angegebenen Werte zu halten. Wer ganz sicher gehen möchte, nimmt ein bis zwei Minuten Vorsprung bei Fadschr und ein bis zwei Minuten Puffer bei Maghrib.

Warum weichen die Gebetszeiten auf verschiedenen Websites ab?

Unterschiede entstehen meist durch verschiedene Dämmerungswinkel (z. B. 15°, 17° oder 18°), alternative Methoden für hohe Breiten, unterschiedliche Rundungsregeln oder die Verwendung eines festen Minuten­abstands bei Ischa. Die Kernformeln sind jedoch überall gleich; es handelt sich also eher um unterschiedliche Konventionen als um Rechenfehler.

Welche Berechnungsmethode ist in Deutschland am verbreitetsten?

Die meisten Moscheeverbände orientieren sich an den Tabellen der Türkisch-Islamischen Union (DITIB), die ihrerseits auf den Daten des türkischen Präsidiums für Religionsangelegenheiten basieren. In unabhängigen Apps wird häufig der MWL-Standard (World Muslim League) oder ISNA verwendet. Alle diese Methoden sind anerkannt, solange ihre Parameter transparent sind.

Ändern sich die Gebetszeiten automatisch mit der Umstellung auf Sommerzeit?

Ja. Die Berechnungen verwenden die offizielle Zeitzone (CET/CEST). Wenn die Uhren Ende März vor- und Ende Oktober zurückgestellt werden, ändern sich die angezeigten Gebetszeiten sofort um eine Stunde.

Wie gehe ich mit sehr kurzen Nächten um, wenn Fadschr und Ischa fast zusammenfallen?

In solchen Nächten – typisch im Juni – hilft eine gute Planung: Ischa möglichst bald nach dem Eintritt beten und den Wecker für Fadschr rechtzeitig stellen. Wer gesundheitlich Probleme hat, kann sich an die örtliche Fatwa-Stelle wenden; manche Räte erlauben, Ischa in den kurzen Sommernächten mit Maghrib zu verbinden.

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